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Mittwoch

Träume halten mich nachts wach. Träume aus der Vergangenheit, sie lassen mich nicht mehr schlafen. Wie kleine piesackende Mücken, die dich immer und immer wieder stechen, halte sie mich in der realen Welt gefangen. Erholung ist weit entfernt. Wenn ich dann doch mal schlafe, wache ich mit Mordgedanken wieder auf. Sie muss sterben. Entweder um ihr Leiden zu verkürzen oder um den anderen weiteres Leid zu ersparen. Sie muss weg! Genau wie ihre Mutter. Diese Hure! Verkauft sich tagtäglich an sich selbst und scheint daran auch noch gefallen zu finden. Diese Wichser aus der Kneipe. Sie müssen auch alle dran glauben. Die Welt ist noch nicht so sehr heruntergekommen, dass sie es verdient hätte, mit so viel Dummheit bestraft zu werden. Sie werden von mir bestraft werden. Niemand gibt mir das Recht, selbst zu richten. Aber niemand kann es mir wegnehmen. So beginnt der Mittwoch Morgen...


Als ich meine Beine aus meinem übergroßen Bett gestellt hatte, fiel mir wieder einmal auf, dass sich meine Boxershort nach links verdreht hatte. Ich hasse dieses Drecksding! Später werde ich sie wegwerfen. Ich drückte den Netzschalter an meinem Rechner, so dass dieser hoch fuhr. Ich zog mir meine Jogginghose an. Sie hatte sie geliebt und teilweise wochenlang getragen. Ich fahre mir über die Stoppeln auf dem Kopf und nehme einen x-beliebigen Pullover vom Sofa. Er war auch so ein Kleidungsstück, was sie gerne getragen hatte. Aber was hatte sie nicht von mir angehabt?

Völlig verpennt schlappe ich die Treppe runter, um mir einen Kaffee zu holen. Die Thermoskanne stand auf dem Esstisch. Ich hole mir eine Tasse aus dem Küchenschrank. Eine von diesen „Ohne Dich ist alles doof“-Tassen von Sheepworld. Es war ein Geschenk von ihr. Ich nehme noch einen Löffel und schütte Zucker in die noch leere Tasse. Dann nehme ich die Kanne und schüttete mir lauwarmen Kaffee in die Tasse. Ein Blick zur Uhr sagte mir, es ist 11:30 Uhr. Toll, wieder mal den halben Tag verpennt. Ich gehe zurück an den Rechner. E-Mails nachsehn und so ein Mist. Als ob mir jemand schreiben würde....

Ich sehe aus dem Fenster und bemerke, dass es ausnahmsweise mal ruhig auf der Straße ist. Liegt vielleicht am ekligen Wetter. Es hat geschätzte 8°C und es regnet ab und zu. Genau mein Ding!

Ich trinke den Kaffee in einem Zug runter und zog mir straßentaugliche Klammotten an. Meinen schwarzen Mantel drüber - den hatten wir zusammen gekauft - und ab auf die Straße. Mein Weg führt mich zum Bäcker. Ich hatte noch nichts gefrühstückt und wollte das nachholen. Auf dem Weg dort hin kam ich an einem Zigarettenautomaten vorbei. Natürlich konnte ich nicht widerstehen und zog mir eine PallMall aus dem Automaten. Die erste Zigarette am Tag, es gibt kaum etwas besseres. Ich stecke mir eine an und ziehe genüsslich den tödlichen Rauch in meine Lungen. Das tut gut! Ob ich nun vier Jahre kürzer Lebe oder nicht, mein Ultimatum hab ich mir selbst gesetzt. In der Nacht von Freitag auf Samstag werde ich sterben. Wie, ist mir noch unbekannt, aber es wird definitiv passieren. Freitag. Das heißt zwei Tage Vorbereitung. Wobei es eigentlich nichts vorzubereiten gibt.

Ich setze meinen Weg fort. Langsam erreiche ich die Innenstadt. Das Schild des Bäckers lässt sich schon von weitem erkennen. Ich gehe hinein. Super, eine elend lange Schlange. Das dauert mir zu lange. Ich gehe wieder hinaus, krame in meiner rechten Manteltasche und hole die Zigarettenschachtel hervor. Ich zünde mir noch eine an und laufe weiter. Ich fühle mich leer. Der Himmel scheint sich über mir auskotzen zu wollen, dass Wetter wird schlechter. Wind kommt auf und bläst mir feindselig ins Genick. Ich ziehe den Mantelkragen hoch und ziehe an der Zigarette. Schon fängt es wieder an zu regnen. Das kümmert mich nicht. Nach einigen Minuten komme ich an der beschissenen Kneipe vorbei, mit der alles begonnen hatte. Ich sehe das Werbeschild:


ab 19 Uhr täglich geöffnet

Freitag Rock-Night


Oh mein Gott. Als ob diese Banause etwas von Musik verstehen würden. Als Rock bezeichnen die doch ihre Fussballhymnen und die Hälfte aller Après Ski Hits. Oh, wie ich sie alle hasse. Nicht glücklich, aber auch nicht unglücklich. Ein langweiliges Leben ohne Sinn. Dorfklatsch und Gerüchte. Stammtischparolen, Alkohol und Triebe. Und sie mittendrin. Alles nur wegen ihrer Mutter, dieses Miststück. Ich trete meine Zigarette aus und laufe weiter.


ENDE Kapitel 1


6.3.09 13:23


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INT. PUBLIC BUILDING CONFERENCE ROOM - NIGHT

...And you open the door and you step inside.
We're inside our hearts.
Now, imaging your pain as a white ball of healing light.
That's right, the pain itself is a ball of healing light.
9.5.08 22:21


Walk away!

The air is stinky, the smell of puke

Bottles on the floor, I've had the fluke

My fingers are gluey, trouser's gone

The drugs blur my vision, my head between two hones

[Where are you? You've walked away that's what the others say.]

I'm stumbling, I cleave to the doorframe

Then I saw you lying there, nothing will ever be the same

Two girls and I'm a man, you're so sexy...

I saved the pictures in my head!

Did I make a mistake?

Well I stayed!

9.5.08 20:45


Nichtwissen ist Freiheit

Der Himmel fiel auf leise Wolken,

Mit heiterem Blick auf's Mannes Grab.

Zum neunten Mal er auferstanden,

Ging hin, wo er sein Herz vergab.

 

Doch schafft es nicht die kalte Hand

zu wärmen, was einst lieb ihm war.

So kroch er weiter, immer weiter

Unter'm Sternenhimmel, jetzt so klar.

 

Als stand er auf und fragte sich:

"Was bin ich für ein Tunichtgut?

Für jede Tat entfach ein Feuer!

Leg' kalte Hand auf heisse Glut!"

 

Doch Schmerz, nicht Wärme gebar in ihm

Und er sah hinab in blinder Wut

Schlug ab die Hand und ein'ges mehr

Und gab sich hin der teufl'schen Brut.

 

In Schmerz und Kummer ging er fort,

ließ sich vom Winde leiten.

Er schlief mal hier, mal dort, mal da

Wilde Träume ihn begleiten.

 

"Es bringt doch nichts!", sagt er zu sich

Und wollt zurück, wo er einst kam.

Doch Kriechen, das Gefiel ihm nicht

Und da fing er zu laufen an.

 

Doch wo einst war ein ganzer Fuß

Ein Stummel sich da von ihm reckte

Da raschelts plötzlich im Gebüsch

Ein Wolf, der ihm die Wunde leckte.

 

Doch war er nicht zum Helfen da

Und fraß ihn bei lebend'gem Leib

Und niemand kümmert sein Geschrei

Und niemand fragt nach seim Verbleib!

9.5.08 09:24


pieces to remember

I sit in the train

And drive to you

My heart is full of pain

Cause I know what I have to do

Help me to find back home

I never wanted to be alone

This loneliness is killing me

Why the hell does this have to be?

I curse you for the things you've done

You always told me, I'm the only one

24.4.08 13:23


Holes

you have turned off the lights
have shut the last door
the emptiness filles me
and I can't ignore
 
you drilled holles in my head
and filled them with pain
but this time it's over
no! not again!
 
[ that was something I did not know
you have to get out and go
leave me alone and find yourself a place
where you can be happy once and for all ]
 
I couldn't believe
that you could treat me like that
it was suprisingly awful
a hit in my neck
 
but I don't lay here forever
I'm not gonna die
especially not
when I was living a lie
 
I'm gonna stand up and walk
I'm not gonna talk
the wounds are too fresh
so painful in flesh
what else could I do,
just to forget you?
what I want to say
THE HOLES, THEY WILL STAY!
5.3.08 11:25


...und wie sie weinte

Sie hat mit ihm geschlafen. Diese Nachricht traf mich weniger schockierend, wie ich erwartet hatte. Wahrscheinlich lag es daran, dass ich es mir sowieso schon gedacht hatte. Nun, was sollte ich tun? Das Auto stand mitten im Wald, kilometerweit im Nichts. Dort saß sie auf meinem Beifahrersitz und blickte mich nun fragend an. In meinem Magen bildete sich ein Knoten, der sich gefährlich nahe an die Speiseröhre heranwagte. Ein falscher Gedanke und der Knoten springt auf. Und da waren sie schon: Gedanken, blitzartig zuckten Szenarien in meinen Kopf, "wie", "wann", "wo"... Der Knoten platzte.

Nach dem etwa halbminütigem Schauspiel kam meine erste, für sie sichtbare Reaktion. Alles was ich sagte war: "Ist schon in Ordnung." Ich nahm sie fest in den Arm, dachte ich doch, sie hat es nicht mit Absicht getan, war betrunken oder dergleichen oder wurde genötigt und so weiter. Doch die Wahrheit war eine Andere. Sie wollte mich vergessen. Kein Wort der Reue, doch weinte sie bitterlich. Sie schluchzte, ihr ganzer Körper schüttelte sich ... und wie sie weinte. Ich habe so etwas noch nie zuvor erlebt. Mir war ganz Angst und Bang, ich könnte sie nun mit einem Wort (oder einen Seufzer) in die Flucht schlagen. Das sie im Auto sitzen blieb zeigte mir, dass sie mich nicht gänzlich vergessen könnte.

Komischerweise gab mir das Mut, es weiter zu probieren.  

10.2.08 14:25





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